Dass auf Leder im Laufe der Zeit Gebrauchsspuren entstehen, ist ganz normal. Wir von Harbour 2nd sind überzeugt, dass diese Deine Ledertaschen und Co. noch interessanter machen. Eine sich langsam entwickelnde Patina, die auf unseren Produkten aus offenporigem Rindleder entsteht, macht Deine Accessoires zum echten Unikat. Auch kleine Kratzer auf der Lederoberfläche tragen zum gewünschten Used Look bei und unterstreichen den Charakter des Naturprodukts.
Nicht jedem gefallen aber Kratzer im Leder – und das ist okay! Deshalb haben wir hier einen Ratgeber für Dich erstellt, in dem Du erfährst, wie Du diese entfernen kannst. Schon seit unserer Gründung 2014 in der Hamburger Speicherstadt setzen wir uns mit Leder und seinen Eigenschaften intensiv auseinander. Unsere Expertise teilen wir hier mit Dir, damit Du Schrammen bestmöglich ausbesserst.
Die verschiedenen Ausprägungen von Kratzern auf Leder
Ob durch Haustiere, scharfe Gegenstände oder Abnutzung: Kratzer im Material können in verschiedenen Graden auftreten. Zunächst einmal solltest Du deshalb den Schaden auf der Lederoberfläche genauer begutachten. Folgende Arten von Kratzern können entstehen:
- Oberflächliche Druckspuren und Reibespuren: Hier ist die Oberfläche nicht geöffnet, lediglich Glanz, Strichrichtung oder Farbe wirken verändert.
- Abrieb des Finish: Die pigmentierte oder beschichtete Farbschicht ist abgetragen, das Leder selbst aber noch intakt.
- Kerben: Der Kratzer ist fühlbar, besitzt aufstehende Kanten oder reicht in die Lederstruktur.
- Riss im Leder: Hierbei sind die Lederfasern getrennt. Es kann ein struktureller Schaden vorliegen.
Tiefe Kratzer im Leder entfernen oder reparieren? Ab zum Profi
Handelt es sich um einen tieferen Kratzer, dann sind die Versuche zu Hause meist zum Scheitern verurteilt. Für eine Reparatur suchst Du am besten Hilfe bei einem professionellen Sattler, Schuster oder Fachbetrieb, der sich auf Lederreparatur spezialisiert hat. Diese können etwa mit Flüssigleder arbeiten. Bleibt Dein Fingernagel an der beschädigten Stelle hängen oder ist eine hellere Lederschicht sichtbar, solltest Du keine Creme oder Politur auftragen.

Reparatur: So entfernst Du Kratzer aus Leder
Oberflächliche Kratzer lassen sich oft mit ein paar Maßnahmen vom Leder entfernen. Im Folgenden findest Du alle wichtigen Tipps rund um das Thema.
Grundsätzliche Tipps
Bevor Du das Leder behandelst, solltest Du mit einem weichen, trockenen Tuch die betreffende Stelle von Staub und oberflächlicher Verschmutzung reinigen. Bei Rauleder wendest Du alternativ eine geeignete Lederbürste für eine trockene Reinigung an. Befinden sich Flecken auf der Oberfläche, dann folge zunächst unserer Anleitung zum Entfernen von Flecken aus Leder. Das Leder muss immer vollkommen trocken sein, bevor Du mit der Behandlung der Kratzer weitermachst!
Nutzt Du ein Pflegemittel, dann raten wir Dir dazu, dieses immer an einer verdeckten Stelle zu testen. Achte zudem genau auf die Angaben des Herstellers dazu, für welche Lederart sich das Produkt eignet, wie es dosiert wird und wie lange es gegebenenfalls einziehen muss.
Tipp: Lasse Dich vom Profi beraten, welche Mittel Du verwenden solltest. Ein Schuster oder Sattler kann Dir genau sagen, welche Reinigungs- und Pflegemittel dem Leder nicht schaden werden.
Vorgehensweise nach Art des Leders
Bei der Entfernung von Kratzern gibt es große Unterschiede bezüglich der Lederart. Wende keine Pflegemittel oder Reinigungsmittel an, wenn Du nicht sicher bist, dass diese auf das spezielle Leder abgestimmt sind!
Tipp: Um die Art des Leders zu bestimmen, wendest Du Dich am besten direkt an den Hersteller. Lässt es sich nicht herausfinden, dann hilft Dir unser Guide zu Lederarten weiter.
- Pigmentiertes oder gedecktes Glattleder: Verwende ein Pflegemittel, das speziell für Glattleder geeignet ist. Achte darauf, dieses sehr dünn aufzutragen und in einem kleinen Bereich um die Stelle einzuarbeiten. Poliere nach der Einwirkzeit vorsichtig mit einem Mikrofasertuch nach.
- Anilinleder und Semianilinleder: Auf diesen Lederarten solltest Du nicht reiben und auf keinen Fall Schuhcreme, Öle, Wachse oder ähnliche Produkte verwenden. Du kannst ein Pflegemittel speziell für Anilinleder beziehungsweise Semianilinleder auftragen. Bei Farbabrieb oder einer fühlbaren Kerbe ist jedoch meist eine professionelle Reparatur nötig.
- Nubukleder: Auch hier sollten keine Cremes, Öle oder Wachse zum Einsatz kommen. Bearbeite die Oberfläche vorsichtig mit einer Nubukbürste, zunächst in eine Richtung. Richte den Flor nun gleichmäßig auf. Wenn nötig, kann ein spezieller Radierer auf dem trockenen Leder verwendet werden. Achte auch hier darauf, nicht zu viel Druck anzuwenden.
- Veloursleder: Raue die betroffene Stelle mit einer Raulederbürste vorsichtig auf, ohne zu stark zu scheuern. Lässt sich die Schadstelle so nicht beseitigen, kann eine farbliche Auffrischung mit einem dafür vorgesehenen Spray die Stelle zumindest optisch kaschieren.
Wichtig: Solltest Du auf unseren Produkten Pflegemittel anwenden, dann kann dies dazu führen, dass das Leder nachdunkelt. Wir empfehlen deshalb zur Vermeidung von Flecken eine großflächige Behandlung. Bitte beachte, dass die Anwendung von Lederfett und Co. die Bildung der Patina beeinflussen kann! Bist Du Dir unsicher bezüglich des richtigen Vorgehens, dann wende Dich gern an unseren Kundenservice.

Vermeide häufige Fehler bei der Entfernung von Lederkratzern
Beschädigungen an Deinem Lieblingsstück können ärgerlich sein. Möchtest Du Lederkratzer bestmöglich entfernen oder kaschieren, dann solltest Du methodisch vorgehen. Ansonsten kannst Du den Schaden im schlimmsten Fall vergrößern. Diese Fehler gilt es auf jeden Fall zu vermeiden:
- Ungeeignete Hausmittel: Online hast Du vielleicht schon den ein oder anderen "Geheimtipp" gefunden. Wir raten Dir von Hausmitteln ab. Nagellackentferner, Alkohol, Essig und alle anderen Mittel, die nicht speziell für das betreffende Leder entwickelt wurden, solltest Du von Deinem Produkt fernhalten.
- Starkes Reiben: Rubbeln an der Oberfläche kann diese noch weiter beschädigen. Verwende deshalb immer leichten Druck. Dasselbe gilt natürlich für scheuernde Gegenstände wie Scheuerschwämme. Diese dürfen auf keinen Fall verwendet werden.
- Falsche Dosierung: Halte Dich bei der Pflege immer an die Herstellerangaben. Zu viel von einem Produkt kann bleibende Spuren hinterlassen.
- Direkt die Schadstelle behandeln: Lederpflegemittel solltest Du immer an einer unauffälligen Stelle testen, bevor Du die eigentliche Beschädigung behandelst.
- Hitze einsetzen: Vor Sonneneinstrahlung und dem Heizkörper solltest Du Dein Lederprodukt beim Trocknen fernhalten. Auch auf einen Föhn verzichtest Du besser.
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Zu große Schäden selbst angehen: Sei bei Deiner Einschätzung realistisch. Größere Kratzer lassen sich in der Regel nur durch den Fachmann reparieren.
Stelle die Schönheit Deines Leders mit unseren Methoden wieder her
Wir hoffen, dass Dir unsere Tipps weitergeholfen haben und Du Deine Taschen und Co. damit erfolgreich von Kratzern befreist. Hast Du direkt Lust auf ein neues Accessoire bekommen, dann schau Dich gern einmal in unserem Sortiment um. Dort warten unter anderem Leder-Handtaschen, Lederrucksäcke und Leder-Geldbörsen auf Dich. Auch Canvas Rucksäcke mit Lederanteil gehören zu unseren Kollektionen.
Natürlich überzeugen alle Modelle mit unserem typischen maritimen Look und der Premium-Qualität des Rindleders. Dazu kommt die Herstellung unter Berücksichtigung hoher Standards – etwa bezüglich des Umwelt- und Abwassermanagements und der Energienutzung.
Um Lagerschäden zu vermeiden, erhältst Du unsere Taschen übrigens immer mit einem Staubbeutel zur sicheren Lagerung. In ihm sind die Artikel geschützt, verstauben nicht und sehen natürlich hochwertig aus! Möchtest Du Deine Ledertasche reinigen, erfährst Du in unserem Blog, wie das funktioniert.